Förderung von Photovoltaik-Anlagen

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Dienstleistungsinformationen

Bezeichnung

Förderung von Photovoltaik-Anlagen

Beschreibung

Die Stadt Bonn möchte bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden. Um den für die Stromwende erforderlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien zu beschleunigen, fördert die Stadt Bonn Dach- und Fassaden-PV-Anlagen bis maximal 30 Kilowatt Peak sowie Stecker-PV-Geräte bis 600 Watt Peak mit einem Investitions-Zuschuss. Zusätzlich gibt es Bonus-Zuschüsse für kombinierte Dachbegrünung, Mieterstrommodelle und Hybrid-Kollektoren. 

Das Programm, das der Rat in seiner ersten Fassung am 28. Juni 2021 beschlossen hatte, startete am 13. September 2021. Mit der Novellierung vom 9. Juni 2022 wurde es bis mindestens 31.12.2022 verlängert. 

Alle Förderhöhen, Kriterien und Anforderungen entnehmen Sie bitte den Förderrichtlinien, die Sie als Bestandteil des Förderantrags anerkennen müssen.

Rückfragen zum Photovoltaik-Antragsverfahren richten Sie bitte an klimafoerderung@bonn.de oder über den Postkorb des Serviceportals, falls Sie Ihren Antrag bereits eingereicht haben.


Erforderliche Unterlagen

Zu jedem Förderantrag ist ein Angebot einer Solarfirma hochzuladen. Dieses Angebot muss auf den Namen und die Adresse des Antragstellenden ausgestellt sein. Bei Stecker-PV-Geräten aus dem Baumarkt oder dem Internet reich ein nicht personalisiertes Angebot aus. 

Im Falle eines Neubaus muss zusätzlich der GEG-Nachweis (Energiebilanz des Gebäudes nach dem Gebäudeenergiegesetz) hochgeladen werden, um prüfen zu können, ob die PV-Anlage auf dem Neubau erforderlich ist zur Einhaltung des Neubau-Energieeffizienzstandards. Die PV-Anlage darf nur gefördert werden, wenn sie zur Einhaltung des Neubau-Energieeffizienzstandards nicht benötigt wird. 


Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungszeit zur Ausstellung eines Bewilligungsbescheids oder der Ablehnung des Förderantrags liegt bei 1-2 Wochen.


Hinweise und Besonderheiten

Denkmalschutz
Falls Ihr Gebäude dem Denkmalschutz unterliegt, bedarf die Installation von Photovoltaikanlagen am Gebäude der Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde. Die beantragte Förderung darf nur ausgezahlt werden, wenn die Erlaubnis nach §9 Denkmalschutzgesetz vorliegt. 

Solarpflicht
Falls Ihre PV-Anlage aufgrund gesetzlicher Pflichten bzw. infolge der Ratsbeschlüsse der Stadt Bonn „Solarverpflichtung im Neubau“ (DS 201344) oder „Solarverpflichtung im Neubau – planungsrechtliche Instrumente“ (DS 210919) installiert wurde, ist sie von einer Förderung ausgeschlossen. 

Ab wann darf ich die PV-Anlage beauftragen bzw. das Stecker-PV-Gerät kaufen?
Grundsätzlich darf die Auftragsvergabe an die Installationsfirma bzw. der Kauf einer PV-Anlage erst nach der Bewilligung erfolgen. Vor dem Hintergrund steigender Marktpreise sowie der Notwendigkeit des beschleunigten Ausbaus der Photovoltaik bietet die Stadt Bonn Ihnen aber die Möglichkeit eines „vorzeitigen Maßnahmenbeginns“ auf eigenes Risiko an (Förderrichtlinie Ziffer 3.2.6). 

Was bedeutet „vorzeitiger Maßnahmenbeginn auf eigenes Risiko“?
Sie dürfen nach erfolgreicher Webformular-Antragstellung Ihre Installationsfirma auf Ihr eigenes finanzielles Risiko damit beauftragen, die PV-Anlage zu errichten. Dadurch entstehen für Sie keine Nachteile hinsichtlich der Förderbarkeit Ihrer geplanten Photovoltaikanlage. Mit dieser Erlaubnis zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn wird jedoch weder eine Zusicherung über die Bewilligung des Zuschusses getroffen, noch kann eine positive Entscheidung daraus hergeleitet werden. Das bedeutet: Falls die Stadt Bonn Ihren Förderantrag ablehnt, müssen Sie die Kosten der beauftragten PV-Anlage bzw. des gekauften Stecker-PV-Geräts vollumfänglich selbst tragen.
Falls Sie das mit dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn verbundene finanzielle Risiko nicht eingehen möchten, empfehlen wir Ihnen, den Bewilligungsbescheid abzuwarten.

Kann ich nach Erhalt des Bewilligungsbescheids noch eine andere Firma beauftragen oder mich für eine andere PV-Anlage entscheiden (abweichend vom Angebot, das dem Förderantrag beilag)?
Ja, Sie dürfen auch nach Erhalt des Bewilligungsbescheids noch die Anlagengröße und / oder den Installateur wechseln. Beachten Sie dabei aber bitte: Die Höhe der tatsächlichen Förderung hängt von der durch das Fachunternehmen in der Schlussrechnung bescheinigten Leistung in kWp ab: 

  • Sollte die tatsächlich installierte Leistung geringer als die beantragte und bewilligte Leistung sein, verringert sich die Bewilligungssumme entsprechend. 
  • Bei einer Überschreitung der tatsächlich installierten Leistung gegenüber der beantragten Leistung gilt die im Bewilligungsbescheid bewilligte Summe.

Verfahrensablauf

Wie lange gilt der Bewilligungsbescheid?
Nach Ausstellung des Bewilligungsbescheids haben Sie 1,5 Jahre Zeit zur Installation Ihrer PV-Anlage. Spätestens nach diesen 18 Monaten müssen Sie die Fördermittel bei der Stadt abgerufen haben oder formlos eine einmalige Fristverlängerung von drei Monaten beantragen. 

Was muss ich einreichen zum Fördermittelabruf?
Zum Fördermittelabruf reichen Sie bitte folgende Unterlagen über den Postkorb Ihres Servicekontos nach Beantragung der Förderung ein (mögliche Dateianhangs-Formate: PDF, JPG, PNG): 

  • Datum der Auftragserteilung für die Dach-/Fassadenanlage bzw. Kaufdatum des Stecker-PV-Gerätes
  • Rechnung Ihrer Installationsfirma / Ihres Stecker-PV-Gerätes inkl. Angabe der installierten Nennleistung
  • Inbetriebnahmeprotokoll Ihrer Installationsfirma (nur bei Dach- und Fassadenanlagen)
  • Beleg über den Eintrag Ihrer PV-Dach- oder Fassadenanlage bzw. des Stecker-PV-Gerätes ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (www.marktstammdatenregister.de). Der Eintrag ist verpflichtend und gebührenfrei.
  • Foto(s) Ihrer PV-Anlage / Ihres Stecker-PV-Geräts
  • Im Falle eines Denkmalschutz-Gebäudes: die Erlaubniserteilung nach §9 Denkmalschutzgesetz
  • Bei einer PV-Dach-/Fassadenanlage mit Mieterstrom-Modell reichen Sie bitte die Mieterstromverträge ein. Aus diesen muss hervorgehen, dass der für den Mieterstrom und den zusätzlichen Strombezug zu zahlende Preis 90 Prozent des im Netzgebiet geltenden Grundversorgungstarifs, auf Basis des Grund- und Arbeitspreises, nicht übersteigen (Energiewirtschaftsgesetz EnWG §42a Mieterstromverträge)

Die Höhe der tatsächlichen Förderung hängt von der durch das Fachunternehmen bescheinigten Leistung in kWp ab. Sollte die installierte Leistung geringer als die beantragte Leistung sein, verringert sich die Bewilligungssumme entsprechend. Bei einer Überschreitung der tatsächlich installierten Leistung gegenüber der beantragten Leistung gilt die im Bewilligungsbescheid bewilligte Summe.

Eine Authentifizierung mit der eID-Funktion des neuen Personalausweises ist nicht erforderlich.


Kosten

Die Beantragung der Förderung ist gebührenfrei.

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